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Der Elefant ist der Raum<br>The Elephant is the Room<br>L’elefante è la stanza

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Der Elefant ist der Raum

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5. Oktober – 1. November 2024
Eröffnung: 4. Oktober 2024, 18:30 Uhr
Symposium: 4. – 5. Oktober 2024

ETH Zürich, Hönggerberg, Foyer

Eine Ausstellung von Paola De Martin in Zusammenarbeit mit TESORO, Melinda Nadj Abonji und Lucia Bernini

Symposium:
Freitag, 4. Oktober 2024, 14:00–17:30 Uhr, Siemens
Auditorium, ETH Zürich, Hönggerberg, HIT E 51
Samstag, 5. Oktober 2024, 10:00 Uhr, gta Ausstellungen, ETH Zürich, Hönggerberg, Foyer, HIL D 50.5

Das Haus der Schweizer Familienpolitik, wie ist es gebaut, wer hat es erbaut – und nach welchen Bauplänen? Welche Familien gelten in diesem Gebäude als lebenswert – welche nicht? Wer darf, muss, soll und kann darin alt werden, wer Kinder haben und das Haus mit ihnen beleben – wer nicht? Und was hat das mit Migration zu tun?

1934 trat ein folgenreiches Gesetz in Kraft, das alle diese Modalitäten regelte, das Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG). Die faktischen Spielregeln sind auf der Oberfläche rasch zusammengefasst: Aus ökonomischen Gründen wurden für eine strikt begrenzte Zeit Arbeitskräfte rekrutiert, sie sollten, schlecht bezahlt, die wachsende Infrastruktur des Landes aufbauen und pflegen – und sich nicht integrieren. Das ist die harte, aber nachvollziehbare Logik des Arbeitsmarktes. Wenn man jedoch den historischen Kontext dieses Gesetzes mitliest, blickt man in einen moralischen Abgrund. Das ANAG trägt eindeutig völkisch-eugenische Züge. Aus rassenhygienischen Gründen wurde die Familiengründung und Reproduktion der Migrant:innen in der Schweiz illegalisiert. Ihre Niederlassung war nur in Ausnahmefällen gestattet und in der Regel unerwünscht. Die als besonders fruchtbar und als minderwertig geltenden «Fremdarbeiter» sah man als Bedrohung des Schweizer Volkskörpers an. Durch ein Rotationsprinzip und die stigmatisierenden Statuten A (Saisonnier) und B (Jahresaufenthalter) wurden die Arbeiter:innen vom Rest der Gesellschaft segregiert und des fundamentalen Grundrechts beraubt, das Menschen ein Zusammenleben mit der Familie garantiert. Die Statuten A und B waren eine rigorose rassistische, antiintegrative, biopolitische Massnahme. Von 1934 bis 2002 wurde etwa eine halbe Million Familien aus dem gesamten Süden Europas durch die Gewalt dieser Statuten zum Teil schwer traumatisiert.

Die Folgen sind bis in die dritte Generation spürbar. Die jüngste zeitgeschichtliche Forschung von Paola De Martin und das in den Familien- und in den Körper-Archiven gespeicherte Wissen von Menschenrechtsaktivist:innen des Vereins TESORO, der die Interessen dieser Familien vertritt, zeigen: Wer strukturelle Gewalt gegen unerwünschte Familiengründungen in diesem und in anderen Kontexten in der Schweiz erlitten hat, spürt heute noch die bedrohlichen Geister der Geschichte, besonders beim Lesen bestimmter Texte und beim Betreten bestimmter Räume, auch Jahrzehnte nach der Abschaffung des Saisonnierstatuts im Jahr 2002. Die Vergangenheit dieser «häuslichen Gewalt», sie ist nicht vergangen. Aber sie ist auch nicht richtig greifbar. Wir befinden uns in einem Zustand kollektiver Amnesie.

2024 – neunzig Jahre nach Inkraftsetzung des ANAG – wird an der ETH Zürich der Impuls aus der Ereignisgeschichte aufgenommen, der Impuls für eine schrittweise Auflösung der kollektiven Amnesie. Wir möchten mit dem Symposium DER ELEFANT IST DER RAUM und der gleichnamigen Ausstellung – erstmals in der Geschichte des Landes – Bedingungen schaffen, damit wir uns mit Strukturen auseinandersetzen, die so tief in den unreflektierten Dispositionen der Schweiz verankert sind, dass wir ihre Bedeutung für die Gegenwart nur gemeinsam erfassen können. Es braucht eine mutige Kooperation, über die sicheren Grenzen unserer Komfortzonen hinaus, wenn wir verstehen wollen, welche historischen und ästhetischen Dimensionen die asoziale Architektur einer solchen Familienpolitik hat und für wen sie immer noch mit viel Leid verbunden ist. DER ELEFANT IST DER RAUM lädt Forscher:innen aus diversen Teildisziplinen, Menschenrechtsaktivist:innen und Interessierte aus der Zivilgesellschaft ein, sich gemeinsam diesen Fragen zu stellen:

Wie lassen sich die verdrängten Verbindungen zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart, zwischen Migrationsregime, Eugenik und Architektur in der Schweiz aufspüren?

Wie manifestieren sich in unseren Beziehungen die latenten Strukturen der Ungleichheit, die in unseren Einwanderungsgesetzen, Genossenschaftsstatuten, Bildungsreglementen und Architekturdogmen gespeichert sind?

Wie speichern wiederum Grenzsanitätsgebäude, Barackensiedlungen, Junggesellenhäuser, Gartenstädte, Schulhäuser, psychiatrische Anstalten, Museen, Bahnhöfe, Theater, Universitäten und Spitäler diese besondere Form der strukturellen Diskriminierung und Privilegierung?

Was geschieht mit den Erinnerungen, wenn Gebäude verschwinden, in denen sich diese Gewalt manifestierte?

Wie können wir ihr Potential, uns zu triggern, durch Forschung entschärfen?

Wie ist das überhaupt möglich, wenn die Forschung selbst, ihre Sprache und ihre Institutionen mitsamt ihren Mauern und Dächern Teil der strukturellen Gewalt gegen migrantische Familien sind?

Die Ausstellung und das Symposium wurden realisiert von Paola De Martin in Zusammenarbeit mit Melinda Nadj Abonji, Lucia Bernini, dem Verein TESORO, der Professur für Kunst- und Architekturgeschichte (Prof. Dr. Philip Ursprung) und gta Ausstellungen.

Titelbild: Fotografie der Grenzsanität in Brig, Heidi und Peter Wenger, 1946–1957. Mit freundlicher Genehmigung der EPFL, Lausanne.

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5 ottobre – 1° novembre 2024
Inaugurazione della mostra
: 4 ottobre 2024, ore 18:30
Simposio: 4 – 5 ottobre 2024

ETH Zürich, Hönggerberg, Foyer

Una mostra di Paola De Martin in collaborazione con TESORO, Melinda Nadj Abonji e Lucia Bernini

Simposio:
Venerdì, 4 ottobre 2024, 14:00–17:30, Siemens Auditorium, ETH Zürich, Hönggerberg, HIT E 51
Sabato, 5 ottobre 2024, 10:00, gta Ausstellungen, ETH Zürich, Hönggerberg, Foyer, HIL D 50.5
 

La casa della politica familiare Svizzera, come è costruita? Chi l’ha edificata e secondo quali progetti? Quali famiglie sono considerate degne di vivere in essa e quali no? Chi può, deve, dovrebbe invecchiare al suo interno? Chi può avere figli e figlie e vivere la casa con loro e chi no? E cosa c’entra tutto questo con la migrazione?

Nel 1934 entrò in vigore una legge epocale che ha regolato queste questioni, la Legge federale concernente la dimora e il domicilio degli stranieri (LDDS). Da questa, emergono chiaramente quali fossero le vere regole del gioco, e sono così riassumibili: I lavoratori e le lavoratrici venivano reclutati per un periodo di tempo strettamente limitato e dovevano, mal pagati, costruire e mantenere le sempre più sviluppate infrastrutture del paese, senza però integrarsi. Questa è la logica dura ma comprensibile per il mercato del lavoro. Tuttavia, se si considera il contesto storico in cui questa legge si attua, ci si trova di fronte a un abisso morale. La LDDS ha chiaramente caratteristiche etnico-eugenetiche. Per motivi di igiene razziale, in Svizzera la formazione di nuove famiglie e la riproduzione da parte di migranti erano considerate illegali. Il loro insediarsi era consentito solo in casi eccezionali ed era generalmente indesiderato. Lavoratori e lavoratrici stranieri erano considerati particolarmente fertili e inferiori. Erano visti come una minaccia per l’organismo nazionale svizzero. Attraverso il principio della rotazione e gli Statuti stigmatizzanti A (stagionali) e B (residentiannuali), lavoratori e lavoratrici venivano segregati dal resto della società e privati del diritto fondamentale che garantisce agli esseri umani di vivere insieme alla propria famiglia. Gli Statuti A e B erano una misura biopolitica, anti-integrative e rigorosamente razzista. Dal 1934 al 2002, circa mezzo milione di famiglie proveniente dall’intera Europa meridionale sono state traumatizzate, alcune gravemente, dalla violenza di questa legge.

Le conseguenze sono percepibili fino alla terza generazione. Le più recenti ricerche storiche contemporanee di Paola De Martin e i documenti conservati negli archivi familiari dei membri dell’associazione TESORO – che rappresenta gli interessi di queste famiglie – ci mostrano che: chiunque abbia subito la violenza strutturale usata per impedire la costituzione di nuclei familiari, in questo o in altri contesti in Svizzera, sente ancora oggi i minacciosi fantasmi della storia, soprattutto quando si leggono determinati testi e quando si entra in certe stanze, anche decenni dopo l’abolizione della LDDS, nel 2002. Il ricordo di una remota «violenza domestica» non è scomparso. Ma non è nemmeno realmente tangibile. Siamo in uno stato di amnesia collettiva.

Nel 2024 – novant’anni dopo la promulgazione della LDDS – al Politecnico di Zurigo verrà raccolto l’impulso che emana questa storia, l’impulso a dare inizio ad una graduale dissoluzione di questa amnesia collettiva. Con il simposio L’ELEFANTE È LA STANZA e l’omonima mostra, vorremmo creare le condizioni – per la prima volta nella storia del paese – per fare i conti con strutture che sono profondamente radicate negli atteggiamenti irriflessivi della Svizzera; strutture di cui solo insieme, oggi, possiamo tentare di coglierne il significato. È necessaria una collaborazione coraggiosa, al di là dei confini sicuri delle nostre zone di comfort, se vogliamo comprendere quali dimensioni storiche ed estetiche ha l’architettura asociale di tale politica familiare, ancora così associata a tante sofferenze. L’ELEFANTE È LA STANZA invita ricercatori e ricercatrici di varie discipline, attivisti ed attiviste per i diritti umani e società civile ad affrontare insieme queste domande:

Come possiamo rintracciare le connessioni represse tra passato e presente, tra regimi migratori, eugenetica e architettura in Svizzera?

Come si manifestano, nelle nostre relazioni quotidiane, le strutture latenti di disuguaglianza contenute nelle nostre leggi sull’immigrazione, negli statuti delle cooperative di abitazione, nei regolamenti educativi e nei dogmi architettonici?

In che modo gli edifici sanitari di confine, le baracche, gli «alloggi per scapoli», le città giardino, gli edifici scolastici, gli istituti psichiatrici, i musei, le stazioni ferroviarie, i teatri, le università e gli ospedali conservano questa particolare forma di discriminazione e di privilegio?

Cosa succede alla memoria quando gli edifici in cui si è manifestata questa violenza scompaiono?

Come possiamo disinnescare il loro potenziale di attivazione del trauma attraverso la ricerca?

Come è possibile tutto ciò quando la ricerca stessa, il suo linguaggio e le sue istituzioni, insieme ai loro muri e soffitti, sono parte della violenza strutturale contro le famiglie migranti?

La mostra e il simposio sono stati realizzati da Paola De Martin in collaborazione con Melinda Nadj Abonji, Lucia Bernini, l’associazione TESORO, la cattedra di Storia dell’Arte e dell’Architettura (Prof. Dr. Philip Ursprung) e gta Ausstellungen.

Crediti: foto del centro sanitario di confine a Briga, Heidi e Peter Wenger, 1946–1957, per gentile concessione dell’EPFL di Losanna.